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Neuerscheinungen

„Auf dich wartet noch das Leben...“ - Erinnerungen aus Theresienstadt, Freiberg und Mauthausen

ISBN: 978-3-938275-66-5
Preis: 12.80 €

„Was macht die Welt, in der wir zu Hause sind?“

ISBN: 978-3-938275-67-2
Preis: 16.80 €

Der Grottenolm oder Gott auf dem Fahrrad

ISBN: 978-3-938275-75-7
Preis: 12.80 €

Deutschland und „seine“ Kroaten

ISBN: 978-3-938275-70-2
Preis: 14.80 €

Die klugen Weserstädter

ISBN: 978-3-938275-71-9
Preis: 12.00 €

Ich bereite mich aufs Vergessen vor: ich schreibe

ISBN: 978-3-938275-69-6
Preis: 12.00 €

Manegenstaub

ISBN: 978-3-938275-68-9
Preis: 12.00 €

Quellen der Angst – Fountains of Fear

ISBN: 978-3-938275-72-6
Preis: 8.00 €

Rabenzeit - Erzählung

ISBN: 978-3-938275-74-0
Preis: 12.80 €

Seid nett zueinander! - Heitere Geschichten vom Miteinander II

ISBN: 978-3-938275-73-3
Preis: 12.80 €

Aktuelle Termine

Rikica-Radmila Šlozberg: „Auf dich wartet noch das Leben...“
Erinnerungen aus Theresienstadt, Freiberg und Mauthausen
Übersetzt aus dem Serbo-Kroatischen von Olga Gojkovič
Mit einem Geleitwort von Hans Koschnick

Freitag, 11. Juni 2010 – 19 Uhr
Kapitel 8 – Evangelisches Informationszentrum
Domsheide 8, 28195 Bremen

Begrüßung: Pastorin Jeannette Querfurth
Einführung: Hans Koschnick und Helmut Donat
Musikalische Umrahmung: Ron Bremer, Gitarre, und Igor Bararon, Gesang und Gitarrre

Margareta Steinrücke und Helmut Donat stellen das neue Buch vor.

Rikica-Radmila Šlozberg: „Auf dich wartet noch das Leben...“
Erinnerungen aus Theresienstadt, Freiberg und Mauthausen
Übersetzt aus dem Serbo-Kroatischen von Olga Gojkovič
Mit einem Geleitwort von Hans Koschnick
Donat Verlag, 96 Seiten, 1 Abbildung, Hardcover,
12.80 € – ISBN 978-3-938275-66-5

Igor Bararon, Filmemacher aus Sarajewo und
Enkel der Autorin, singt sephardische Lieder.

Um das Leben ihres Kindes zu retten, gibt Rikica-Radmila Šlozberg im September 1941 ihren knapp zweijährigen Sohn weg. Ihre jüdische Herkunft setzt sie und ihre Angehörigen der gna-denlosen Verfolgung der Nationalsozialisten sowie der serbischen und kroatischen Faschisten aus. Sie flieht von Belgrad über Nisch nach Wien, wo die Gestapo ihrer Identität beinahe auf die Spur kommt und sie in das KZ Theresienstadt verschleppt. Doch selbst die Erfahrung von Birkenau, Mauthausen und Freiberg, wohin man sie zur Zwangsarbeit abkommandiert, ver-mag ihre Zuversicht, dass ihr Kind auf sie wartet, nicht zu zerstören. Die Hoffnung auf das Wiedersehen hilft ihr, alle Widerwärtigkeiten, Krankheiten, Ängste, Nöte und Grausamkeiten zu ertragen. Ihr Schicksal zeigt, so Hans Koschnick in seinem Geleitwort, „dass es auch in schlimmen oder schlimmsten Zeiten vor allem darauf ankommt, das Wertvollste, was der Mensch hat, sein Leben und seine Hoffnung, nie aufzugeben und weiter an sich zu glauben.“

Rikica-Radmila Šlozberg (1920-2002) entstammte einer aus Toledo 1492 vertriebenen se-phardischen Familie, wuchs zunächst in Sarajewo und Belgrad auf und arbeitete als Sozialarbeiterin. Seit 1945 wieder in Belgrad, lebte sie ab 1947 mit ihrem Sohn einige Jahre in Israel. Danach war sie als Sekretärin und Bibliothekarin der jüdischen Gemeinde in Sarajewo tätig, des weiteren als Sozialarbeiterin sowie als Übersetzerin für mehrere Sprachen. Infolge der jugoslawischen Sezessionskriege Anfang der 1990er Jahre ging sie in die Schweiz, wo sie in einem jüdischen Altersheim am Genfer See gestorben ist.

Veranstaltet im Rahmen der „Bremer Buchpremiere“ von der Stadtbibliothek, dem Literaturkontor, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, dem Evangelischen Informationszentrum „Kapitel 8“ und dem Donat Verlag

Kotthoff, Siegfried

Die Welt als Radweg

Philosophie des Radfahrens und Radweg-Welten China, Ägypten, Kanada, Nordkap und Baltikum

Gestern wie heute ist es eine Leidenschaft, „auf dem eisernen Rosse dahinzujagen“ und sich neue Erlebnispotentiale zu erradeln. Doch was ist dabei zu beherzigen? Was geschieht mit uns, wenn wir auf Tour sind? Welche Bedeutung hat das Drumherum? Wie wirkt sich das Erfahrene auf unser Inneres und unsere Vorurteile aus? Darum geht es in diesem Buch: Um Beschreibungen von Aktivitäten und Sehenswertem von unterwegs, betrachtet aus dem Blickwinkel der Philosophie des Radfahrens. Die Welt als Radweg zu begreifen, der uns fremde Kulturen, Menschen, Straßen und Landschaften näher bringt – ob quer durch China, an den Ufern des Nils, in den Rockys von Kanada, am Nordkap oder im Baltikum: Jeder kann mit dem Fahrrad dem Leben einen tieferen Sinn geben. Vor allem kommt es darauf an, sich auf die Kunst einzulassen, mit Lust und Mut loszufahren, um mit mehr Weitblick, Zutrauen und Gelassenheit zurückzukehren. Ein kluges und spannendes Buch für jeden, der gern Rad fährt.


DIE ZEIT bespricht in der Ausgabe
vom 5. Februar 2009:

"Die Welt erfahren – Banausen finden Radreisen anstrengend, neonfarbene Outfits lächerlich. Radsportlern hingegen erscheint die Welt als Radweg ... Anspornend und impulsiv erzählt er [der Autor], wie der Radfahrer auf abgelegenen Routen in die Natur eintaucht, den Weg genießt – und allem Arger einfach davonfährt."


Tobias Leuze rezensiert im "adfc-bremen weblog" vom 20. August 2008:

"Erneut meldet sich der Donat-Verlag mit einem Bremer Autor auf dem Fahrrad-Buchmarkt: Siegfried Kotthoff hat unter dem Titel “Die Welt als Radweg” seine Gedanken als “Philosophie des Radfahrens” und seine Reiseerlebnisse von vielen weltläufigen Radreisen veröffentlicht.
Siegfried Kotthoff, 62 Jahre alt, ist vom Fach. Beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr arbeitete er in den Bereichen Stadtentwicklung, Umweltplanung und Radverkehrsförderung. Darum liegt nahe, dass er über die Erfindung des Rades ebenso gut Bescheid weiß, wie über die Rolle des Fahrrades bei der Emanzipation der Frau, über die Radsportentwicklung und vieles mehr. Über all dies referiert Siegfried Kotthoff in einem gut lesbaren Erzählstil.
Beachtlich sind Kotthoffs Reisen, die er durch China, Ägypten und weitere Weltgegenden unternahm. Vor allem weil hier kein Held erzählt, kein Ironman. Seine Anekdoten könnten auch Du und ich erleben. Jeder kann mit dem Rad weite Reisen unternehmen, auch auf anderen Kontinenten und in exotischen Ländern. Dazu sind vor allem Neugier auf Land und Leute sowie eine gute Vorbereitung erforderlich. Gut vorbereitet war Siegfried Kotthoff für seine Reisen. Davon zeugen seine weitreichenden Kenntnisse von Geschichte und Kultur der Länder, durch die er Rad fährt."

Die komplette Rezension ist nachzulesen unter dem Link: http://adfcbremen.wordpress.com/2008/08/20/welt-als-radweg/


Volker Junck bespricht im Weser-Kurier
vom 23. Juli 2008:

„‘Die Welt als Radweg’: Mit dem Drahtesel quer durch China
Der Bremer Siegfried Kotthoff beschreibt in seinem Buch eine außergewöhnliche Reise durch das Land der Olympischen Spiele
China im Fokus der Weltöffentlichkeit. Medien zeigen die Glitzerfassade Pekings, die Sportstätten für die Spiele, ein Land im atemberaubenden Auf- und Umbruch. Für den Bremer Siegfried Kotthoff ist das nur ein winziger Ausschnitt. Er hat China in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit erlebt: 2000 Kilometer von Peking nach Hongkong im Sattel seines Rades oder – wenn es gar nicht anders ging – in Lastwagen und in vollgestopften Bussen.
„Um Himmels Willen, kein Buch“, hat sich der 62-jährige noch gewehrt, als ihn seine Frau vor einem halben Jahr animierte, das Erlebte aufzuschreiben. Schließlich beschäftigten ihn trockene Bebauungspläne und Grundstücksangelegenheiten, bevor er sich vor zwei Jahren in den Vorruhestand verabschiedete. Doch dann übermannte es ihn: All die Bilder im Kopf und im elektronischen Speicher der Kamera, die täglichen Aufzeichnungen, die Erinnerungen an eine ungewöhnliche Reise durch das Reich der Mitte – „da habe ich dann einfach angefangen zu schreiben“, berichtet Kotthoff. Herausgekommen ist keine herkömmliche Reiselektüre, sondern ein Werk zur Philosophie des Radfahrens („Die Welt als Radweg“) mit vielen klugen Gedanken und Einsichten, dennoch sehr informativ und voller Abenteuer.
Zum Beispiel, wenn der Autor beschreibt, wie er mit seinem Freund Karl-Heinz Senger überhaupt mit dem Rad nach Peking hinein gelangt ist: „Wir kamen überein, die Zöllner am Flughafen zu überraschen. Vor der Kontrolle zurrten wir das Gepäck fest, setzten die Helme auf und radelten los.“ Die irritierten Zöllner schauten ihnen mit offenen Münder hinterdrein. Genauso unverfroren schmuggelten sie sich auf den für Radler gesperrten Platz des Himmlischen Friedens und drehten dort mit einem Drachen am Gepäckträger ein paar Runden unter den Augen Tausender staunender Chinesen.
Über mangelnde Beachtung konnten sich die beiden Langnasen auch auf der sechswöchigen Tour nach Hongkong nicht gerade beklagen – ob in abgelegenen Dörfern, an der Großen Mauer, in Millionenstädten wie Datong und Xian mit der weltberühmten Terrakottaarmee, am Gelben Fluss mit der größten Staumauer der Welt oder in Maos Geburtsort Shaoshan als nationaler Pilgerstätte. Vor allem der fast zwei Meter große Bremer mit seinem durch eine dritte Rahmenstange verstärkten Rad und dem in China unbekannten Helm muss den Einheimischen wie ein Außerirdischer erschienen sein. Mitradler Karl-Heinz als gelernter Bauingenieur hatte seine größten Auftritte, wenn er auf einer der zahllosen Baustellen zur Kelle griff und mitmauerte.
Kotthoff schildert die mühsame Orientierung in einem Land ohne jegliche sprachliche Verständi-
gungsmöglichkeit, die genauso komplizierte Zusammenstellung der Mahlzeiten oder das Organisieren von Nachtlagern. Es gab einigen Frust im Dauerregen des Kohlereviers auf staubschwarzen Straßen voller Lastwagen zu bewältigen. Dazu der ständige Smog auch weitab von Industriemetropolen. Der studierte Stadt- und Umweltplaner: „Die Chinesen gehen unbeirrt ihren eigenen Weg und machen die gleichen Fehler wie wir vor Jahrzehnten.“ Was immer wieder über alle Tiefs hinweghalf, war die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen, waren überwältigende Erlebnisse wie die buddhistischen Shanglin-Tempel, die auch das Grauen der chinesischen Kulturrevolution überdauerten.
Letztlich ist alles gut gegangen. Bis zum Ziel in Hongkong begleiten den Leser neben Fahrrad-Abenteuern immer wieder tiefe Einblicke in Chinas 3000 Jahre alte Kulturgeschichte, in das Land, dass heute den Spagat zwischen kommunistischer Planwirtschaft und kapitalistischer Raubwirtschaft versucht. Das ansprechend gestaltete Buch mit 48 farbigen Abbildungen enthält spannende Kapitel über weitere Rad-Fernreisen von Siegfried Kotthoff entlang des Nils in Ägypten, durch die kanadischen Rocky Mountains, zum Nordkap und durch das Baltikum. Nächstes Ziel ist Senegal.“

176 Seiten, 48 Abb., Paperback

 

Die Welt als Radweg
ISBN: 978-3-938275-46-7
Preis: 12.80 €

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