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Neuerscheinungen

„Was macht die Welt, in der wir zu Hause sind?“

ISBN: 978-3-938275-67-2
Preis: 16.80 €

Deutschland und „seine“ Kroaten

ISBN: 978-3-938275-70-2
Preis: 14.80 €

Die klugen Weserstädter

ISBN: 978-3-938275-71-9
Preis: 12.00 €

Ich bereite mich aufs Vergessen vor: ich schreibe

ISBN: 978-3-938275-69-6
Preis: 12.00 €

Manegenstaub

ISBN: 978-3-938275-68-9
Preis: 12.00 €

Quellen der Angst – Fountains of Fear

ISBN: 978-3-938275-72-6
Preis: 8.00 €

Aktuelle Termine

E I N L A D U N G

Dienstag, 9. Februar 2010, Am Wall 171, 28195 Bremen

Begrüßung: Klaus Plückebaum
Einführung: Hartwig Struckmeyer und Helmut Donat
Musikalische Umrahmung: Ron Bremer, Gitarre

Siegfried Marquardt liest aus seinem neuen Buch.


Siegfried Marquardt
Ich bereite mich aufs Vergessen
vor: ich schreibe – Sprüche
Donat Verlag, 96 S., Hardcover, 12 € – ISBN 978-3-938275-69-6

Inhalt: Ich schreibe – Verlautbarungen – Mein Kopf ist eine Reise wert – Du öffnest ein Fenster – Was unsere Spezies sichert – Auf der Suche

Aus der Fülle des Gelebten und Durchdachten fallen die „Sprüche“ wie reife Früchte dem Dichter Siegfried Marquardt einfach so und unerwartet in den Tag. Auf den Punkt gebracht treffen sie mit Witz des Wesens Kern und lassen den Leser selbst das Unzulängliche und Unabänderliche mit nachdenklicher Lust ertragen und genießen – wie zum Beispiel sein „Beitrag zum deutschen Volkslied“: „Wenn alle Brünnlein fließen – muss ich ertrinken.“

Siegfried Marquardt lebt in Bremen, ist 1940 in Stuttgart geboren und war als Gärtner, Fabrikarbeiter, Erzieher, Gemeindepastor, Klinikseelsorger tätig. Veröffentlichungen: „Überraschter Himmel grau“ – Gedichte (1992); Gaia-Zyklus, in Zusammenarbeit mit dem Dithmarscher Holzschneider Gerhard Hermanns (Ausstellungen 1992 ff.); „Fallende Fahrt“ – Gedichte (2007); „Manegenstaub – Gedichte“ (2010); Beiträge in Anthologien, Zeitschriften, im Rundfunk und im Fernsehen.

Veranstaltet im Rahmen der „Bremer Buchpremiere“ von der Stadtbibliothek, dem Literaturkontor, der Buchhandlung Leuwer und dem Donat Verlag


Einladung zur Buchvorstellung
„Deutschland und ‚seine’ Kroaten – Vom Ustasa-Faschismus zu Tudjmans Nationalismus“
Montag, den 15. Februar 2010, um 18 Uhr
Sitzungssaal des Bremer Rathauses (1. Stock), 28195 Bremen

Ulrich Schiller, 1970-1973 Chefredakteur bei Radio Bremen und ehemaliger Balkan-Korres-pondent der ARD – später in Moskau und Washington –, legt ein fesselnd geschriebenes Buch vor mit einer auf eigene Erfahrungen und neue Quellen gestützten Analyse tragischer Balkangeschichte im 20. Jahrhundert. Hans Koschnick, ehemaliger EU-Administrator in Mostar, wird erläutern, wie und auf welcher Basis sich eine politische Lösung der Konflikte vorstellen lässt. Verleger Helmut Donat würdigt die Leistung des Autors und führt in das Buch ein, Horst Breiter, Schauspieler und Rezitator, wird Texte daraus vortragen.

Zum Inhalt des Bandes: Kroatien hat das Jahr 1941 noch zu überwinden, das Jahr, in dem der Ustasa-Staat mit der von Deutschland verliehenen Macht den Völkermord an Serben, Juden und Roma begann. Mit verheerenden Folgen schlugen diese Ereignisse auf die Jugoslawienkriege der 1990er Jahre durch. Auch die Regierung Kohl/Genscher hat sie samt der Aggressivität des kroatischen Nationalismus missachtet. Nichts weniger als Mitverantwortung für die Bosnienkriege hat sie sich damit aufgebürdet.

Kroatien hat am 10. Januar unter dramatischen Umständen einen neuen Präsidenten gewählt. Das Land wird, so ist zu hoffen, im Jahre 2012 Mitglied der EU werden. Mehr als Korruption und Mängel im Rechtssystem sind dafür noch zu bewältigen und Hypotheken der Geschichte abzutragen, das kann nur mit dem Willen zur Wahrheit und Offenheit geschehen. Das Buch will dazu einen Beitrag leisten.

Mit einem Vorwort von Hans Koschnick. 228 Seiten, 1 Karte, Hardcover, 14.80 € – ISBN 978-3-938275-70-2

Anfragen bitte an: Donat Verlag Bremen, Helmut Donat
Telefon: 0421-1733107 oder 0421-274886
Mail: info@donat-verlag.de

Buch des Monats

Schiller, Ulrich

Deutschland und „seine“ Kroaten

Vom Ustaša-Faschismus zu Tudjmans Nationalismus
Mit einem Vorwort von Hans Koschnick

Der Zufall führte Ulrich Schiller 1953 in das Haus eines serbischen Studenten in der Herzegowina – und vieles nahm hier seinen Anfang. Später kehrte er in die Region zurück, als ARD-Korrespondent in Belgrad, doch wichtiger: fortan hat er sich mit der Geschichte und Entwicklung der Konflikte auf dem Balkan, insbesondere des serbisch-kroatischen Konflikts, beschäftigt, auch wenn er längst in anderen Ländern arbeitete.
Die Mutter seines serbischen Austauschpartners war in Jasenovac, dem „Auschwitz des Balkans“, von kroatischen Faschisten, den Ustaša, ermordet worden. „War ich, ehemaliger deutscher Soldat, mitverantwortlich am Tode der Mutter meines Freundes?“ – fragte sich Schiller. Und: Warum ist der kroatische Genozid an den Serben – und den Juden und den Roma – der deutschen Öffentlichkeit so wenig bewusst? Wie war es möglich, dass kroatische Kriegsverbrecher in Scharen nach Südamerika entkamen und weiter wirkten? Eine schlimme Komplizenschaft offenbarte sich: der virulente Nationalismus, dessen sich Hitler 1941 in kaltem Machtkalkül in Kroatien bediente, ist von Teilen des katholischen Klerus und des Vatikans in die Diaspora getragen worden, und das auch in der Bundesrepublik Deutschland. Im Exil agierten radikale und nationalistische Kreise, die zusammen mit den Fliehkräften im Innern an der Existenz Jugoslawiens rüttelten. An der Behandlung der Serben in der Krajina unter dem neuen Präsidenten des unabhängigen Kroatiens, Franjo Tudjman, entschied sich der Beginn der jugoslawischen Sezessionskriege. Die große Balkantragödie der 1990er Jahre nahm ihren Lauf. Grausamkeit bestimmte den Krieg vom ersten Tag an und die Brutalität, mit der Serbien unter Miloševi sofort auf Kroatien einschlug, beseitigte vor allem in der deutschen Öffentlichkeit jeden Zweifel, wer hier die Bösen waren – und warum man die Guten, die Kroaten, durch internationale Anerkennung beschützen müsse. Aber da war noch Bosnien und die bosnischen Probleme ließen sich mit dem „kroatischen Rezept“ nicht meistern. Viele wussten das und fürchteten ein bosnisches „Finale“ wie das Armageddon; die Freunde und Förderer Tudjmans in Bonn allerdings zeigten sich von allen Warnungen unbeeindruckt.
Was übrig blieb vom ehemaligen Jugoslawien, ist heute in unfertigen Nachfolgestaaten zu besichtigen. Wir aber, die Deutschen, seit 1941 mitverantwortlich an den Geschehnissen auf dem Balkan, sollten – so folgert Ulrich Schiller – mit allen Kräften versuchen, dort zu helfen, wo wir selbst, freilich auch unter Schmerzen, das meiste geleistet haben: im ehrlichen Umgang mit der Vergangenheit.
Ein glänzend geschriebenes Buch, das dem Leser ein wichtiges Stück Europas als geschichtliche Erfahrung und bleibende Aufgabe vor Augen führt.

228 Seiten, 1 Karte, Hardcover

 

Deutschland und „seine“ Kroaten
ISBN: 978-3-938275-70-2
Preis: 14.80 €
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