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Neuerscheinungen

„Was macht die Welt, in der wir zu Hause sind?“

ISBN: 978-3-938275-67-2
Preis: 16.80 €

Deutschland und „seine“ Kroaten

ISBN: 978-3-938275-70-2
Preis: 14.80 €

Die klugen Weserstädter

ISBN: 978-3-938275-71-9
Preis: 12.00 €

Ich bereite mich aufs Vergessen vor: ich schreibe

ISBN: 978-3-938275-69-6
Preis: 12.00 €

Manegenstaub

ISBN: 978-3-938275-68-9
Preis: 12.00 €

Quellen der Angst – Fountains of Fear

ISBN: 978-3-938275-72-6
Preis: 8.00 €

Aktuelle Termine

Und Deutschland? Ich weiß nicht…“
Rolf Becker liest Heinrich Heine
Aus der Textfolge „Dichter unbekannt“
von Rolf Becker und Claus Bremer

Samstag, 6. März 2010, 19.30 Uhr – Friedenskirche Bremen,
Humboldtstraße 175, 28203 Bremen – Eintritt: 10 € (Ermäßigt 8 €)

Veranstalter: Ev. Friedensgemeinde Bremen, Buchhandlung Leuwer und Donat Verlag – Eintritt: 10 € (Ermäßigt: 8 €) – Kartenvorverkauf in der Friedensgemeinde (Tel.: 0421-74242), Humboldtstr. 175, der Buchhandlung Leuwer, Am Wall 171 (Tel.: 0421-321828) und dem Donat Verlag, Borgfelder Heerstr. 29 (Tel.: 0421-1733107)

Heinrich Heine – immer noch gefährlich? Wider den Trend, den poli-
tischen Poeten in Watte zu packen – Bremer Lesung mit Rolf Becker

Im Mai 2008 ist Rolf Becker bei einer Lesung von Texten Heinrich Heines von dem ehemaligen Wirtschaftssenator Wilhelm Rahlfs (FDP) mit einem Gehstock tätlich angegriffen worden. Wenige Wochen später empörten sich Besucher einer Heine-Lesung in Borgfeld, weil sie von der Kritik des Poeten an provinziellen bzw. spießbürgerlichen Haltungen nichts wissen wollten und ihnen mehr an dem Liebeslyriker gelegen war. Im Oktober 2009 flackerte in Bremen ein Streit um den Standort eines Heine-Denkmals auf. Statt, wie geplant, dem Dichter einen Platz vor der Bürgerschaft zu geben, einigte man sich darauf, das Denkmal in den Wall-Anlagen, zwischen der Kunsthalle und der Kreuzung vor der Stadtbibliothek, aufzustellen.
Neu ist solch unrühmlicher Umgang mit dem Dichter jedoch nicht. Erinnert sei an die Ächtung der Schriften Heines während der Nazi-Zeit in Deutschland, an das langjährige Weigern der SPD in Nordrhein-Westfalen, die Düsseldorfer Universität nach dem bedeutendsten Sohn der Stadt zu benennen, oder – wie in Bayern noch bis Anfang der 1970er Jahre geschehen – Gedichte von Heine wie die „Loreley“ mit Verfasserangaben „Unbekannter Dichter“ oder „Aus dem Volksmund“ zu versehen. Und längst ist es heute – wie schon Anfang des letzten und vorletzten Jahrhunderts – wieder üblich, den Heine der „Gartenlaube“ auf sogenannten Heine-Events darzubieten, wie etwa vor wenigen Jahren im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Gegen diesen Trend wendet sich am 6. März um 19.30 Uhr die Lesung „Und Deutschland? Ich weiß nicht…“ Rolf Becker, der bekannte TV- und Theaterschauspieler, trägt Heinrich Heine in der Friedenskirche (Humboldtstraße 175) vor. Becker, der am Alten Gymnasium in Bremen sein Abitur gemacht hat, gilt als einer der besten Heine-Rezitatoren. Mit der Textfolge „Dichter unbekannt“ soll vor allem der unterschlagene, politische Heine vorgestellt werden. Veranstalter sind die Ev. Friedensgemeinde, die Buchhandlung Leuwer und der Donat Verlag. Eintritt: 10 € (Ermäßigt 8 €)

Anfragen bitte an: Donat Verlag Bremen, Helmut Donat
Telefon: 0421-1733107 oder 0421-274886
Mail: info@donat-verlag.de


Literatur in Borgfeld – 19
Veranstaltet von dem Stiftungsdorf Borgfeld, Jacques’ Wein-Depot und dem Donat Verlag in Verbindung mit Hartwig Struckmeyer

Jochen Grünwaldt
Die klugen Weserstädter

Mit einem Vorwort von Christian Weber
Donat Verlag, 96 Seiten, Hardcover, 12 € –
ISBN 978-3-938275-71-9
Lesung und Vortrag des Autors – Olaf Dinné spielt dazu fetzige Musik auf seinem Tastophon
und Banjo.
Mittwoch, 10. März 2010,
19 Uhr, „Fleetstube“ des Stiftungsdorfes Borgfeld, Daniel-Jacobs-Allee 1, 28357 Bremen
Begrüßung: Ute Büge
Einführung: Hartwig
Struckmeyer
Schlusswort: Helmut Donat

Die Klugheit der Weserstädter ist einmalig. Sie kreieren bemerkenswerte Formen des Sich-Kleidens und -Unterhaltens, entledigen sich auf ungewöhnliche Weise ihres überflüssigen Eigentums und bereiten sich auf das nächste Hochwasser überaus einfallsreich vor. Überhaupt gehen sie – wenn irgend möglich und wie sonst nirgendwo – neue Wege. Stets sind sie darauf bedacht, ihr Leben unkonventionell, aber auch interessant für jedermann zu gestalten.
Unsere Volksvertreter sollten sich ein Beispiel an den Weserstädter Politikern nehmen: Originelle Ausreden, überraschende Reformideen, lässig-finanzierte Wahlgeschenke – und wie ihnen erst die Sanierung des Staatshaushalts gelingt! All das ist wirklich bewunderns- und nachahmenswert – und dazu auch noch sehr unterhaltsam.
Ist das Lob für die Bürger von Weserstadt aber wirklich ernst meint und weshalb schreibt der Präsident der Bremischen Bürgerschaft dazu ein Geleitwort? Was hat es mit der etwas seltsamen Sprache auf sich? Warum sagen die Kapitel-Überschriften nicht, um was es tatsächlich geht? Wie ist es zu verstehen, dass die einzelnen Abschnitte auf sehr skurrile Weise geordnet sind? Haben wir es gar mit einer Schildbürgerei zu tun? Doch machen Sie selbst ein Bild!

Jochen Grünwaldt, Jg. 1938, lebt im Bremer „Viertel“, langjähriges Mitglied des Schriftstellerverbandes, war als Lehrer und Schulleiter tätig und ist heute in der Freiwilligen-Bewegung engagiert. Seltenes Hobby: Sammeln von Pinguinen. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Im Donat Verlag erschienen sind der Erzählband „Stinknase, Elefant und das Katzencafé“ sowie der Gedichtband „Ich doch nicht!“


Carl Schurz–Deutsch-Amerikanischer Club e.V.
lädt ein zu
„Bier bei Beckröge" – Erinnerungen an eine Bremer Firma und Familie
Vortrag und Lesung mit Günter Beckröge (Bad Harzburg) und Helmut Donat

Donnerstag, 11. März 2010,
19 Uhr - Haus der Wissenschaft,
Sandstraße 1, 28195 Bremen
Kleiner Saal, 1. Obergeschoss
Begrüßung: Helmut Schoene Eintritt frei

In seinem Roman „Bier bei Beckröge“ stellt Günter Beckröge den Werdegang und das Wirken einer Bremer Kaufmannsfamilie dar, die ihr mittelständisches Unternehmen über 100 Jahre hinweg erfolgreich geführt hat. Er gibt aber auch Einblick in die Schwierigkeiten, mit denen die Firma z.B. im Ersten Weltkrieg, in den Krisenjahren der Weimarer Republik, im Dritten Reich, Zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach zu kämpfen hatte. Zwar ist der Betrieb seit einigen Jahrzehnten nicht mehr im Besitz der Familie, und die neuen Inhaber haben vieles modernisiert, der Name Beckröge steht aber noch heute für ein marktführendes Unternehmen. Alles begann damit, dass ein Schwager des Gründervaters 1866 nach Amerika auswandert – und später als reicher Mann zurückkehrt... Eine Familie, so Bürgermeister Jens Böhrnsen in seinem Vorwort zu dem Buch, „die dem altbremischen Ideal, Patriot und Weltbürger zu sein, treu geblieben ist und bei allen Erfolgen nie vergessen hat, dass sie dem Menschen zu dienen haben.“


Literatur in Borgfeld – 20
Veranstaltet von dem Restaurant „Magnolia" und dem Donat Verlag in Verbindung mit Hartwig Struckmeyer

Freitag, 9. April 2010, 19 Uhr
Begegnung mit anderen Kulturen – „Mit Träumefedern fliegen"
Armenischer Abend
Restaurant „Magnolia"
Borgfelder Heerstr. 44
28357 Bremen – Eintritt: 2 €
Telefonische Anmeldung erbeten unter 0321-1733107 und 0421-2070990

Für den 20. Abend in der Reihe „Literatur in Borgfeld" haben wir uns bereits etwas Besonderes ausgedacht, nämlich einen „Armenischen Abend“ mit Reden, Gedichten, Liedern, Essen, Musik, Erzähltem, Vorspeise und Granatäpfeln – kurz ein bunt-gemischtes, anspruchsvolles Programm.
Mit Reden, Gedichten, Liedern, Essen, Musik, Erzähltem und Granatäpfeln

Buch des Monats

Schiller, Ulrich

Deutschland und „seine“ Kroaten

Vom Ustaša-Faschismus zu Tudjmans Nationalismus
Mit einem Vorwort von Hans Koschnick

Der Zufall führte Ulrich Schiller 1953 in das Haus eines serbischen Studenten in der Herzegowina – und vieles nahm hier seinen Anfang. Später kehrte er in die Region zurück, als ARD-Korrespondent in Belgrad, doch wichtiger: fortan hat er sich mit der Geschichte und Entwicklung der Konflikte auf dem Balkan, insbesondere des serbisch-kroatischen Konflikts, beschäftigt, auch wenn er längst in anderen Ländern arbeitete.
Die Mutter seines serbischen Austauschpartners war in Jasenovac, dem „Auschwitz des Balkans“, von kroatischen Faschisten, den Ustaša, ermordet worden. „War ich, ehemaliger deutscher Soldat, mitverantwortlich am Tode der Mutter meines Freundes?“ – fragte sich Schiller. Und: Warum ist der kroatische Genozid an den Serben – und den Juden und den Roma – der deutschen Öffentlichkeit so wenig bewusst? Wie war es möglich, dass kroatische Kriegsverbrecher in Scharen nach Südamerika entkamen und weiter wirkten? Eine schlimme Komplizenschaft offenbarte sich: der virulente Nationalismus, dessen sich Hitler 1941 in kaltem Machtkalkül in Kroatien bediente, ist von Teilen des katholischen Klerus und des Vatikans in die Diaspora getragen worden, und das auch in der Bundesrepublik Deutschland. Im Exil agierten radikale und nationalistische Kreise, die zusammen mit den Fliehkräften im Innern an der Existenz Jugoslawiens rüttelten. An der Behandlung der Serben in der Krajina unter dem neuen Präsidenten des unabhängigen Kroatiens, Franjo Tudjman, entschied sich der Beginn der jugoslawischen Sezessionskriege. Die große Balkantragödie der 1990er Jahre nahm ihren Lauf. Grausamkeit bestimmte den Krieg vom ersten Tag an und die Brutalität, mit der Serbien unter Miloševi sofort auf Kroatien einschlug, beseitigte vor allem in der deutschen Öffentlichkeit jeden Zweifel, wer hier die Bösen waren – und warum man die Guten, die Kroaten, durch internationale Anerkennung beschützen müsse. Aber da war noch Bosnien und die bosnischen Probleme ließen sich mit dem „kroatischen Rezept“ nicht meistern. Viele wussten das und fürchteten ein bosnisches „Finale“ wie das Armageddon; die Freunde und Förderer Tudjmans in Bonn allerdings zeigten sich von allen Warnungen unbeeindruckt.
Was übrig blieb vom ehemaligen Jugoslawien, ist heute in unfertigen Nachfolgestaaten zu besichtigen. Wir aber, die Deutschen, seit 1941 mitverantwortlich an den Geschehnissen auf dem Balkan, sollten – so folgert Ulrich Schiller – mit allen Kräften versuchen, dort zu helfen, wo wir selbst, freilich auch unter Schmerzen, das meiste geleistet haben: im ehrlichen Umgang mit der Vergangenheit.
Ein glänzend geschriebenes Buch, das dem Leser ein wichtiges Stück Europas als geschichtliche Erfahrung und bleibende Aufgabe vor Augen führt.

228 Seiten, 1 Karte, Hardcover

 

Deutschland und „seine“ Kroaten
ISBN: 978-3-938275-70-2
Preis: 14.80 €
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