Beiträge zur Sozialgeschichte Norddeutschlands im Ersten Weltkrieg 1914-1918
„Hunger, Hunger! Kommt in Massen! Es lebe Liebknecht!“ Mit diesen Worten riefen Kriegsgegner im Februar 1917 zu einer Protestdemonstration auf. Wie kamen sie dazu? Und was trieb sie an? In seinem Buch schildert Volker Ullrich am Beispiel der Großstadt Hamburg und der norddeutschen Küstenregion, wie sich der Widerstand gegen den Krieg im Laufe von vier Jahren aus kleinsten Anfängen zu einer Massenbewegung entwickelte. Hungerrevolten und Streiks beschleunigten den Auflösungsprozess der wilhelminischen Gesellschaft. Als Ende Oktober 1918 auch Matrosen und Soldaten den Gehorsam verweigerten, war der kaiserliche Obrigkeitsstaat am Ende, die Revolution nicht mehr aufzuhalten.
214 Seiten, 43 Abbildungen